Security Alert · Schwachstelle

Cisco ASA und FTD: SSL-VPN-Lücke wird für Angriffe genutzt

!Risiko hochVeröffentlicht Aktualisiert
Risikostufe
Hoch
Kategorie
Schwachstelle
Betroffene Systeme
Cisco Secure Firewall ASA mit SSL-VPN und sekundärer Authentifizierung
Cisco Secure FTD mit SSL-VPN und sekundärer Authentifizierung
Abhilfe verfügbar
Ja: ASA 9.16.4.104, 9.18.4.96, 9.20.4.50, 9.22.3.200, 9.23.1.48, 9.24.1.27, 9.24.10.1; FTD 7.0.11, 7.2.13, 7.4.9, 7.6.7, 7.7.14, 10.0.3, 10.1.1 oder neuer (laut Cisco, zitiert von heise). Einen offiziellen Workaround gibt es laut heise nicht.
Quelle
Cisco Security Advisory, heise online, CERT-Bund, The Hacker News

Was ist passiert?

In der SSL-VPN-Funktion der Cisco-Firewalls ASA und FTD steckt eine Denial-of-Service-Lücke (CVE-2026-76418, CVSS 8.6). Ist in der Tunnel-Gruppe eine „secondary Authentication“ konfiguriert, können Angreifer ohne Anmeldung manipulierte Anfragen senden, die die Firewall neu starten lassen. Die US-Behörde CISA hat die Lücke in ihren Katalog aktiv ausgenutzter Lücken aufgenommen. Einen offiziellen Workaround gibt es laut heise nicht.

Wer ist betroffen?

Alle Betreiber von Cisco Secure Firewall ASA und Cisco Secure FTD mit aktivem SSL-VPN und sekundärer Authentifizierung.

Wie hoch ist das Risiko?

Hoch. Die Lücke wird bereits ausgenutzt, CERT-Bund stuft sie als „hoch“ ein. Folge ist ein Ausfall von Firewall und VPN: kein Zugriff aus dem Homeoffice und unter Umständen kein Internet am Standort.

So schützen Sie sich

  1. Zeitnah auf die fehlerbereinigten Versionen aktualisieren: ASA 9.16.4.104, 9.18.4.96, 9.20.4.50, 9.22.3.200, 9.23.1.48, 9.24.1.27, 9.24.10.1; FTD 7.0.11, 7.2.13, 7.4.9, 7.6.7, 7.7.14, 10.0.3, 10.1.1 oder neuer.
  2. Unerwartete Neustarts der Firewall im Monitoring als Anzeichen eines Angriffs behandeln.
  3. Bis zum Update die Hinweise im Cisco-Advisory zu einschränkenden Einstellungen prüfen.

Quellen

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Stand: 30.10.2026