Security Alert · Schwachstelle

Ivanti Connect Secure: zwei weitere VPN-Lücken werden aktiv ausgenutzt

!Risiko hochVeröffentlicht Aktualisiert
Risikostufe
Hoch
Kategorie
Schwachstelle
Betroffene Systeme
Ivanti Connect Secure (VPN-Appliance), betroffene Versionen laut Hersteller-Advisory
Abhilfe verfügbar
Laut Ivanti-Advisory prüfen: Updates bzw. Mitigationen stellt der Hersteller bereit
Quelle
CISA, Ivanti, BSI, CISA

Was ist passiert?

Die US-Behörde CISA hat am 30.10.2026 zwei Schwachstellen in Ivanti Connect Secure in ihren Katalog aktiv ausgenutzter Lücken aufgenommen. CVE-2026-111357 (fehlende Authentifizierung für eine kritische Funktion) erlaubt einem angemeldeten Angreifer, seine Rechte auszuweiten. CVE-2026-118527 (vorhersagbare Kennungen) erlaubt einem angemeldeten Angreifer, Dateien mit eigenem Inhalt an einen bekannten Ort auf dem Gerät zu schreiben. Laut CISA lassen sich beide Lücken mit CVE-2026-104935 zu einer Angriffskette verbinden. Diese Lücke hatte Ivanti am 13.10.2026 gemeldet, das BSI warnte am 14.10.2026.

Wer ist betroffen?

Unternehmen und Einrichtungen, die Ivanti Connect Secure als VPN-Zugang für Homeoffice und Fernzugriff betreiben. Betroffene Versionen und Fixes nennt das Advisory des Herstellers.

Wie hoch ist das Risiko?

Hoch. Beide Lücken werden laut CISA bereits ausgenutzt und lassen sich mit einer weiteren Lücke verketten. Ein übernommener VPN-Zugang ist oft der Einstieg ins Firmennetz.

So schützen Sie sich

  1. Advisory von Ivanti prüfen und die bereitgestellten Updates bzw. Mitigationen zeitnah einspielen.
  2. Weil die Lücken verkettet werden: das Gerät auf Kompromittierung prüfen (Ivanti Integrity Checker Tool, Protokolle, unbekannte Dateien und Konten).
  3. Den VPN-Zugang nur mit MFA betreiben und die Verwaltungsoberfläche nicht aus dem Internet erreichbar machen.
  4. Bei Verdacht Zugangsdaten und Zertifikate des VPN-Gateways erneuern.

Quellen

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Stand: 30.10.2026