Security Alert · Datenleck

Datenabfluss bei notebooksbilliger.de und Pÿur (Tele Columbus)

Risiko mittelVeröffentlicht Aktualisiert
Risikostufe
Mittel
Kategorie
Datenleck
Betroffene Systeme
Kundinnen und Kunden von notebooksbilliger.de
Kundinnen und Kunden von Pÿur (Tele Columbus AG), auch Firmenkunden
Abhilfe verfügbar
Kontobewegungen prüfen, bei Mails und Anrufen mit Bezug auf die Anbieter misstrauisch sein, Bankdatenänderungen rückbestätigen
Quelle
heise

Was ist passiert?

Der Online-Händler notebooksbilliger.de und der Internetanbieter Pÿur (Tele Columbus AG) haben ihre Kunden über Cyberangriffe auf die Unternehmens-IT informiert. notebooksbilliger bemerkte die unbefugten Zugriffe am 12. Oktober; es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Kontonummern (IBAN) abgeflossen sind. Passwörter und vollständige Kreditkartendaten sind nach Unternehmensangaben nicht betroffen. Bei Pÿur sind unter anderem Vertragsnummer, Name und Kontodaten betroffen; der Vorfall soll sich zwischen Mitte September und Anfang Oktober 2026 ereignet haben. Beide Unternehmen haben Behörden informiert und Anzeige erstattet. Der Angriffsweg ist bisher nicht veröffentlicht.

Wer ist betroffen?

Kundinnen und Kunden beider Unternehmen, darunter auch Firmen, die bei notebooksbilliger Hardware bestellen oder Pÿur-Anschlüsse nutzen. Mit den Daten können Betrüger sehr echt wirkende Mails, Anrufe oder Zahlungsaufforderungen erstellen.

Wie hoch ist das Risiko?

Mittel. Die Daten sind abgeflossen, es gibt aber keine akute Lücke zum Patchen. Die Gefahr liegt in Folge-Phishing und Zahlungsbetrug.

So schützen Sie sich

  1. Kontobewegungen in den kommenden Monaten genau prüfen, unberechtigte Lastschriften zurückbuchen lassen.
  2. Besonders misstrauisch sein bei Mails, Anrufen oder Rechnungen, die sich auf notebooksbilliger, Pÿur, die Bank oder Behörden berufen; nie über Links in solchen Nachrichten anmelden oder zahlen.
  3. Buchhaltung und Einkauf sensibilisieren: Änderungen von Bankverbindungen immer über einen bekannten Kontaktweg rückbestätigen.
  4. E-Mail-Schutz und Awareness-Trainings nutzen, um gezieltes Phishing früh abzufangen.

Quellen

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Stand: 03.11.2026