Security Alert · Schwachstelle

Siemens SIMATIC IoT2050: kritische Lücke (CVSS 10) wird für Hintertüren ausgenutzt

!Risiko hochVeröffentlicht Aktualisiert
Risikostufe
Hoch
Kategorie
Schwachstelle
Betroffene Systeme
SIMATIC IoT2050 Advanced mit Industrial OS und installiertem Node-RED
besonders aus dem Internet oder Büronetz erreichbare Geräte
Abhilfe verfügbar
Auf Industrial OS 4.3.4.1 oder neuer aktualisieren, Node-RED absichern oder entfernen, OT-Netz trennen
Quelle
Siemens ProductCERT, VulnCheck

Was ist passiert?

Angreifer nutzen eine kritische Schwachstelle (CVE-2026-58115, CVSS 10.0) in Siemens SIMATIC IoT2050 Advanced aus. Nach Beobachtung des Sicherheitsunternehmens VulnCheck laden sie über die Lücke Bot-Schadsoftware nach oder richten eine Hintertür ein, über die sie aus der Ferne Befehle ausführen können.

Auf betroffenen Geräten mit Industrial OS und installiertem Node-RED ist die Weboberfläche von Node-RED ohne Anmeldung erreichbar. Ein Angreifer aus dem Netz kann dort eigene Abläufe anlegen und Code mit höchsten Rechten ausführen. Siemens hat die Lücke bereits im August 2026 behoben, viele Geräte sind aber offenbar noch ungepatcht.

Wer ist betroffen?

Produzierende Unternehmen und Betreiber von Anlagen, die SIMATIC IoT2050 Advanced mit Node-RED einsetzen, besonders wenn die Geräte aus dem Internet oder aus dem Büronetz erreichbar sind.

Wie hoch ist das Risiko?

Hoch. Die Lücke wird aktiv ausgenutzt, ist ohne Anmeldung angreifbar und hat die höchste Bewertung.

So schützen Sie sich

  1. Auf Industrial OS 4.3.4.1 oder neuer aktualisieren.
  2. Wenn Node-RED nicht gebraucht wird, deinstallieren; sonst Editor und Admin-Schnittstelle mit Anmeldung absichern (Hinweise von Siemens und Node-RED).
  3. OT-Geräte nie direkt ins Internet stellen und vom Büronetz trennen (Netzsegmentierung, Firewall-Regeln).
  4. Netzwerkverkehr aus dem OT-Bereich überwachen, um ungewöhnliche Downloads oder Verbindungen zu erkennen.

Quellen

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Stand: 03.11.2026