Security Alert · Schwachstelle

iPhone, iPad und Mac: CISA meldet aktive Ausnutzung einer Apple-Lücke

!Risiko hochVeröffentlicht Aktualisiert
Risikostufe
Hoch
Kategorie
Schwachstelle
Betroffene Systeme
iPhones, iPads und Macs mit veralteten Systemständen (u. a. vor den Ständen mit dem Fix aus iOS/iPadOS 17.5, macOS 14.5, Safari 17.5)
Android-Geräte mit veraltetem Chrome
Unternehmen ohne zentrale Aktualisierung von Diensthandys
Abhilfe verfügbar
Ja: iOS, iPadOS, macOS und Chrome auf den aktuellen Stand bringen (Apple-Fix seit 2024 in iOS/iPadOS 17.5, macOS 14.5, Safari 17.5)
Quelle
CISA Known Exploited Vulnerabilities Catalog (CVE-2024-27834), Apple, Sekoia

Was ist passiert?

Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hat am 04.11.2026 die Apple-Lücke CVE-2024-27834 in ihren Katalog aktiv ausgenutzter Schwachstellen aufgenommen. Apple hat sie bereits 2024 geschlossen (iOS/iPadOS 17.5, macOS 14.5, Safari 17.5). Am selben Tag beschrieb die Sicherheitsfirma Sekoia eine Kampagne, die sie der russischen Gruppe APT29 zuordnet: Über gehackte Webseiten, gefälschte Domains und ein manipuliertes Web-Analyse-Skript wurden Besucher mit veralteten iPhones und Android-Geräten automatisch angegriffen. Schon das Öffnen einer Seite reichte. Gestohlen wurden Browser-Cookies (damit lassen sich angemeldete Sitzungen, etwa im Webmail, übernehmen), WLAN-Passwörter und teils komplette Gerätedaten. CVE-2024-27834 ist Teil einer der Angriffsketten.

Die Angreifer nutzen bekannte, längst gepatchte Lücken („N-Day“) in Safari/iOS und Chrome für Android. Erfolgreich sind sie nur bei Geräten, auf denen die Updates fehlen.

Wer ist betroffen?

iPhones, iPads und Macs mit veralteten Systemständen sowie Android-Geräte mit veraltetem Chrome. Unternehmen sind betroffen, wenn Diensthandys nicht zentral aktualisiert werden.

Wie hoch ist das Risiko?

Hoch. Die Lücke wird laut CISA aktiv ausgenutzt. Veraltete Diensthandys sind ein direkter Zugang zu Firmendaten und Sitzungen.

So schützen Sie sich

  1. iOS, iPadOS, macOS und Chrome auf allen Geräten auf den aktuellen Stand bringen.
  2. Diensthandys per Mobile-Device-Management verwalten und einen Mindest-Systemstand für den Zugriff auf Firmendaten (z. B. per Conditional Access in Microsoft 365) erzwingen.
  3. Geräte ohne Updates (kein Hersteller-Support mehr) austauschen.
  4. Für besonders gefährdete Personen (Geschäftsführung, Admins) Apples Blockierungsmodus prüfen und Sitzungen bei Verdacht zurücksetzen.

Quellen

Mehr zum Thema

Akuter Verdacht oder Fragen zu Ihren Systemen?

Bestandskunden und technische Fälle: Unser Support prüft mit Ihnen.

Absicherung neu planen? beratung@blured.de

Stand: 05.11.2026