Security Alert · Schwachstelle

SonicWall GMS: kritische Lücke wird nie gepatcht, Produkt ist am Lebensende

Risiko mittelVeröffentlicht Aktualisiert
Risikostufe
Mittel
Kategorie
Schwachstelle
Betroffene Systeme
Unternehmen und Dienstleister, die SonicWall-Firewalls noch mit GMS (Virtual Appliance oder Windows) verwalten
Abhilfe verfügbar
Kein Patch mehr: Auf SonicWall Network Security Manager (NSM) umsteigen; bis dahin GMS vom Internet trennen
Quelle
SonicWall PSIRT SNWLID-2026-0019

Was ist passiert?

SonicWall warnt vor zwei Lücken in der Firewall-Verwaltungssoftware Global Management System (GMS) bis Version 9.5.2. Über CVE-2026-109593 (CVSS 9.1) können Angreifer ohne Anmeldung interne Dateien auslesen, über CVE-2026-109594 (CVSS 6.8) nach einer Anmeldung Datenbankinhalte lesen oder ändern. Da GMS sein Lebensende erreicht hat, wird es keine Updates und keinen Workaround geben.

Ursache sind Fehler in der Zugriffsprüfung und eine SQL-Injection in einer Software, die der Hersteller nicht mehr pflegt. Wer veraltete Verwaltungssysteme weiter betreibt, bleibt dauerhaft angreifbar.

Wer ist betroffen?

Unternehmen und Dienstleister, die SonicWall-Firewalls noch mit GMS (Virtual Appliance oder Windows) verwalten.

Wie hoch ist das Risiko?

Mittel. Der Schweregrad ist hoch (CVSS 9.1), Hinweise auf aktive Ausnutzung fehlen bisher. Ohne Patch bleibt die Software dauerhaft angreifbar.

So schützen Sie sich

  1. Auf SonicWall Network Security Manager (NSM) umsteigen, wie vom Hersteller empfohlen.
  2. Bis dahin GMS strikt vom Internet trennen und nur aus einem Admin-Netz erreichbar machen.
  3. Zugangsdaten, die in GMS hinterlegt sind, prüfen und bei Verdacht ändern.

Quellen

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Stand: 05.11.2026